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„Sei doch nicht so emotional!“ – „Deswegen musst du nicht gleich in die Luft gehen!“ Wer kennt das nicht? Solche und ähnliche Bemerkungen bewerten Gefühlssausbrüche als unangebracht, beinahe als peinlich. Sie vermitteln die Botschaft: Halte deine Gefühle gefälligst unter Kontrolle, was sollen denn die anderen von dir denken! Wer jedoch immer nur „cool“ sein will, wirkt auf sein Gegenüber kontrolliert, unnahbar, undurchschaubar und leidenschaftslos. Das fördert nicht gerade die Beziehungen sowohl im Privat- als auch im Berufsleben. Es ist ja eher so, dass gerade die Menschen uns sympathisch sind, die offen ihre Freude, Begeisterung, Wut, Schmerz und Trauer zeigen können. Sie lassen uns ein wenig hinter ihre „Fassade“ schauen, wir erleben hautnah mit, was sie bewegt, aus unpersönlicher Distanz wird auf einmal wohltuende Nähe. Die Begegnung bekommt eine andere Qualität, sie wird authentisch und gewinnt an Tiefe. Im kleinen, vertraulichen Kreis sprechen die Gesprächsteilnehmer darüber, wie sie es selber mit Gefühlsäußerungen halten bzw. wie sie es halten möchten!
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