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Kirchennacht in St. Anton
Ein gutes Echo fand die Kirchennacht in St. Anton am Freitag, 9. Juli 2010. Etwa 35 Personen aus St. Anton und Maria Hilf aber auch von außerhalb nahmen an der Kirchen-Liturgie am späten Abend von 20 bis 24 Uhr teil. Die Projektgruppe „Kirche St. Anton“ hatte dieses außergewöhnliche Angebot geplant im Hinblick auf die Frage: „Wie soll es weitergehen mit unserer Pfarrkirche?“

Pfarrer Stefan Redelberger und Gemeindereferentin Isolde Löb führten durch die gut drei Stunden, die in drei große Themenbereiche gegliedert waren: „Musik, Klang, Gesang in der Kirche“, „Sinn und Zweck des Kirchenraumes“ und „Wort Gottes in der Kirche“. Ellen Stüttgen (Cello, Orgel) und Kristina Schmitt und Melanie Jelitto (Flöten) verzauberten mit ihrer Musik den Kirchenraum und die TeilnehmerInnen. Die anschließende Stärkung und der Austausch im Pfarrheim wurden gerne angenommen, vor allem die Getränke angesichts der Sommerhitze. Helga Zimmermann, Claudia Huttner und Edeltraud Goldstein hatten sich um die Bewirtung gekümmert.

„Wie geht es weiter mit unserer Kirche?“, - diese Frage hatten zu Beginn einige Teilnehmer formuliert. Pfr. Redelberger wies auf die doppelte Bedeutung dieser Frage hin. „Kirche“ bedeutete ursprünglich die Gemeinde der Christen, die „Kyriaka“, die dem „Herrn Gehörenden“ und die „ecclesia“, die Gemeinschaft derer, die Gottes Ruf zur Sammlung unter seiner Herrschaft vernommen haben und ihn befolgen. Erst im Laufe der Zeit nahm der Begriff „Kirche“ auch die Bedeutung des Raumes der Gemeindeversammlung an. Deswegen soll die „Kirche“, also der Kirchenraum, Ausdruck und Darstellung der Gemeinde in ihrem Selbstverständnis sein.

„Wie soll es weitergehen mit unserer Pfarrkirche?“ - nach der Kirchennacht zeigte sich die Fragestellung differenzierter:

  • Was ist unser Selbstverständnis als Gemeinde St. Anton?
  • Welchen Gottesdienstformen, welchen Inhalten wollen wir in unserer Pfarrkirche räumlich künftig mehr Bedeutung geben?
  • Wie wollen wir den Kirchenraum umgestalten, um im Blick auf die Zukunft in diesem Raum Kirche, sprich Gemeinde, sein zu können?

Was ist nun konkret geplant?

  • Die Projektgruppe wird die Kirchennacht für sich noch nachbesprechen und auswerten.
  • Im nächsten Pfarrbrief ist ein Einlageblatt geplant, mit dem die Gemeindemitglieder ihre Meinung rückmelden zur Frage „Wie soll es weitergehen mit unserer Pfarrkirche?“ können.
  • Und voraussichtlich findet am 12. September 2010 eine Fahrt nach Erfurt statt, wo in das Kolumbarium in der Allerheiligenkirche besichtigt werden soll.
Veröffentlicht: 10.07.2010 Pfr. Stefan Redelberger
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